Systemkapazität
32 Partylines
plus 4 Program-Eingänge
Bis zu 4 PA- und 32 Control-Ausgänge
PunQtum verarbeitet die Kommunikation dezentral in den einzelnen Geräten, eine zentrale Master- oder Matrixinstanz braucht das System nicht. Ein Partyline-System trägt bis zu 32 Kanäle, 4 Program-Eingänge, bis zu 4 PA-Ausgänge und 32 Control-Ausgänge. In der Werkseinstellung verbinden wir die Stationen für einen ersten Funktionstest direkt über ein Standard-IP-Netz, für den Projektbetrieb ordnen wir Rollen, Kanäle und Berechtigungen anschließend mit Q-Tool eindeutig zu. Mehrere PunQtum-Systeme betreiben wir als getrennte Produktionsinseln im selben Netzwerk.
Für kabelgebundene Crewpositionen setzen wir das Q110 ein, ein 2-Kanal-Beltpack mit PoE, Call- und Talk-Taste, getrennten Lautstärken und Replay. Als Netzwerk- und Bedienzentrale planen wir die Q210 P Speaker Station mit vier Kanälen: Lautsprecher, Netzwerkverteilung mit PoE+, analoge Audio-I/O, 4-Wire und GPIO in 1 HE. Das Q210 PW ergänzt die Anbindung der PunQtum-Wireless-App, die Betriebsart Wireless oder Riedel Connect legen wir vorab fest, denn beide stehen nicht gleichzeitig zur Verfügung. Feste Bedienplätze decken wir mit der Q310 Wall/Desk Station ab, mit zwei Kanälen, Lautsprecher, Headset oder Schwanenhalsmikrofon und GPIO.
Wir wählen die Komponenten nicht nur nach der Zahl der Nutzer aus. Entscheidend sind aktive Gesprächsgruppen, feste und mobile Positionen, Program-Audio, PA- und Cue-Wege, benötigte Logik sowie das verfügbare PoE- und Netzwerkdesign. So bleibt die Bedienung pro Rolle übersichtlich, und wir können das System vor der Produktion reproduzierbar testen.
An diesen Werten legen wir Kanalplan, Program-Audio, PoE-Budget und Netzwerkdesign für Ihre Produktion aus.
| Merkmal | Q110 Beltpack | Q210 P | Q210 PW | Q310 Wall/Desk Station |
|---|---|---|---|---|
| Kanäle und Bedienung | 2 aktive Partylines mit Call, Talk und getrennter Lautstärke | 4 Partylines, Lautsprecher sowie Headset- und Mikrofonbedienung | 4 Partylines plus Wireless- oder Riedel-Connect-Betriebsart | 2 Partylines, Lautsprecher, Headset oder Schwanenhalsmikrofon |
| Stromversorgung und Netzwerk | PoE über Standardnetzwerk; EtherCON für Ein- und Durchschleifweg | 4 Netzwerkports, davon 2 mit PoE+ für jeweils bis zu 4 Q110 | 4 Netzwerkports, davon 2 mit PoE+ für jeweils bis zu 4 Q110 | PoE; bis zu 4 Stationen an einer Netzwerkverbindung |
| Audio und Steuerung | 4-poliger Headsetanschluss, Call-Signal und Replay | 2 analoge Eingänge, 2 Ausgänge, 2 universelle 4-Wire-Ports, 4 GPI und 4 GPO | 2 analoge Eingänge, 2 Ausgänge, 2 universelle 4-Wire-Ports, 4 GPI und 4 GPO | GPIO für Cue Lights sowie Anschluss für Headset oder Mikrofon |
| Software und Betriebsart | Rollen, Kanäle und Berechtigungen über Q-Tool | Q-Tool-Konfiguration und Bolero Connect mit separater Bolero-Lizenz | Bis zu 4 App-Nutzer im Wireless-Modus oder Betrieb im Riedel-Connect-Modus | Rollen, Kanäle, GPIO und Replay über Q-Tool konfigurierbar |
| Daisy Chain und Systemrolle | 2, 4 oder 8 Geräte pro Kette, abhängig von PoE-Klasse und Verkabelung | Versorgt über zwei PoE+-Ports zusammen bis zu 8 Q110 | Versorgt Q110 und dient im Wireless-Modus als App-Brücke | Fester Bedienplatz für Wand- oder Tischmontage |
| Typischer Einsatz | Kabelgebundene Crewpositionen auf Bühne, Set oder Veranstaltungsfläche | Rack, FOH, Regie und Kopplung mit Riedel Bolero | Gemischte Teams aus kabelgebundenen und mobilen App-Nutzern | Regieräume, Inspizientenplätze, Werkstätten und feste Installationen |
Headsets, mobile Teilnehmer, Konfiguration und die Bolero-Anbindung entscheiden mit über Bedienkomfort und Aufwand, deshalb gehören sie von Anfang an in die Auslegung.
Für einen einfachen Aufbau genügt ein passender Switch ohne Management. In gemanagten Produktionsnetzen planen wir ein eigenes LAN oder VLAN und prüfen Multicast und IGMP: PunQtum arbeitet mit IGMPv2, und sobald mehrere Switches mit IGMP-Snooping beteiligt sind, darf genau ein IGMP-Querier aktiv sein, sonst brechen die Audiostreams nach kurzer Zeit ab. Physisch bevorzugen wir die Sternstruktur gegenüber Daisy-Chains, halten jede Strecke innerhalb von 100 Metern und achten auf die Kabelqualität, bei PoE+-Ketten AWG26 und bei 4-Pair-PoE AWG22.
Für die Wireless-App planen wir die WLAN-Abdeckung mit. Das Smartphone muss im selben Netz hängen wie das Q-Series-System, Wi-Fi 5 ist Mindeststandard, dazu iOS ab Version 16 oder Android ab Version 11. Smartphone, Betriebssystem und Headset testen wir in der tatsächlichen Umgebung, ein kabelgebundenes Headset hält die Latenz niedriger als Bluetooth. Jede Q210 PW bedient bis zu vier Apps und arbeitet entweder im Wireless- oder im Riedel-Connect-Modus, nicht in beiden gleichzeitig. Bolero Connect richten wir über eine Netzwerkverbindung am Q210 P ein und übergeben damit sechs Partyline-Kanäle an Bolero, dafür ist eine einmalige Lizenz am Bolero-System nötig.
Vor der Inbetriebnahme erfassen wir Rollen, aktive Partylines, Program- und PA-Wege, 4-Wire-Verbindungen, GPIO sowie feste und mobile Positionen. Danach konfigurieren wir Q-Tool, aktualisieren die Geräte über Q-Hub und testen Multicast, Sprechpegel, Replay, Mic Kill, PA und externe I/O unter Produktionsbedingungen. Die freigegebene Konfiguration und die belegten Ports dokumentieren wir für Wiederaufbau, Touring und spätere Erweiterungen.